
AGIONT.360° — Internationales Führungsfeedback
Plattform für internationales 360°-Feedback: mehrsprachige Befragung, Ergebnisberichte mit verankerten Anonymitätsschwellen, checklistengesteuerte Coachingprozesse und Maßnahmensteuerung in einem System.
Inhaltsübersicht
Datenschutz und Vertraulichkeit technisch fixiert
Das PersonalSpace-Konzept
Internationales Führungsfeedback scheitert selten an der Methode, auch nicht an der Datenerhebung. Es scheitert (oder wird unverhältnismäßig teuer) an der Sprachlogistik, wenn Fragebogen, Portal und offene Antworten in acht Ländern zusammenlaufen sollen — und am Verwaltungsaufwand. Mehrere Coaches, mehrere hundert Feedbacknehmer und tausende Feedbackgeber müssen in seriellen Datenerhebungen unter einen Hut gebracht werden. Ein PDF geht an die Führungskraft, ein Gespräch findet statt oder auch nicht, und ein halbes Jahr später weiß niemand mehr, was daraus geworden ist. Dazu die Frage, die in keiner Betriebsvereinbarung offenbleiben darf: Wer im Unternehmen darf ein persönliches Ergebnis eigentlich sehen?
AGIONT.360° bündelt das und regelt auch gleich den Datenschutz detailliert. Das Ergebnis gehört der Person, nicht der Organisation, und die Zugriffsrechte sind klar geregelt. Wir nennen das den PersonalSpace. Der PersonalSpace bündelt vertrauliche Ziele und Entwicklungsmaßnahmen sowie Auswertungen, die an die Person gebunden sind und einen besonderen Schutzstatus haben. Der WorkSpace hingegen bündelt alle Maßnahmen, Daten und Berichte rund um eine Organisationseinheit. Das nutzen wir in AGIONT.pulsecheck und AGIONT.wellbeing-Projekten.
Der Weg vom Bericht zur vereinbarten Maßnahme ist als geführter Prozess abgebildet — Checklisten steuern das Debriefing, Protokolleinträge werden zu Aufgaben mit Termin. Der Checklistenstatus sichert die Umsetzungstreue.
Ein Blick in AGIONT.360
Funktionen
Vertraulichkeit im Datenmodell
Die meisten Systeme prüfen Rechte über Rollen — wer HR ist, sieht HR-Daten. Bei uns hängt die Sichtbarkeit personenbezogener Ergebnisse an der Person selbst: Jeder Datensatz trägt seinen Eigentümer, und die Abfrage filtert darauf, bevor sie die Datenbank verlässt. Eine Rolle allein öffnet keine Tür. Ein Kennzeichen im Datensatz sperrt sensible Inhalte gegen KI-Auswertung.
Beurteilerkreise mit Anonymitätsschwelle
Datenschutzvorgaben zur Auswertungsgruppen werden bereits vor der Erfassung technisch kontrolliert und in der Datenverarbeitung entstehen keine Gruppen, die diese unterschreiten. Die abgelegten Daten können nicht rückwirkend entanonymisiert werden.
Checklistengesteuerte Coachingprozesse
Methodik steht bei uns nicht im Handbuch, sondern im System. Ein Leitfaden ist eine Vorlage mit Anleitung, dynamischen Erfassungsfeldern und Regeln: Schritte fragen Felder ab, sperren Nachfolger und erzeugen Datensätze. Was der Coach vereinbart, wird zur Aufgabe mit Verantwortlichem und Termin — im selben Vorgang, nicht erst in der Nachbereitung.
Mehrsprachigkeit auf Inhaltsebene
Fragebogen, Berichtstexte, Kompetenznamen, E-Mails, Datenschutzhinweise. Jede Sprachfassung kennt ihren Stand — vorhanden, fehlend oder veraltet, weil die Quelle sich geändert hat. Native-Speaker-Review ist möglich.
Datenschutz-Management
Zugriffe auf personenbezogene Berichte werden protokolliert, Aufbewahrung und Löschung folgen der Datenschutzklasse des Inhalts, nicht einer Absprache. Das ist die Grundlage für Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO und für die Nachweise, die DORA von IKT-Drittdienstleistern verlangt — und für den Betriebsrat, der wissen will, wer was sehen darf.
Eigene Infrastruktur in Deutschland
Anwendung, Datenbanken und die KI-Pipeline für Textanalysen laufen auf unseren Servern in Frankfurt. Keine Cloud-KI, keine Übermittlung in Drittländer. Verschlüsselte Sicherungen mit dokumentierten Wiederanlaufzielen, getrennte Schlüsselverwahrung.
Ein Portal für alle Verfahren
AGIONT.360° ist kein eigenes Werkzeug neben den anderen, sondern ein Verfahren auf derselben Plattform wie AGIONT.wellbeing, AGIONT.pulsecheck und AGIONT.workbench.Das heißt praktisch: ein Zugang, eine Organisationsstruktur, ein Aufgabenbestand. Wer die Gefährdungsbeurteilung schon im Portal hat, führt das Führungsfeedback ohne zweites Nutzerverzeichnis und ohne zweite Betriebsvereinbarung zur Datenverarbeitung ein. Die Module sind einzeln buchbar.

AGIONT.wellbeing:
Die GBU-Plattform
Integrierte Gefährdungsbeurteilung, Maßnahmensteuerung und Rollenlogik – digital, skalierbar, GDA-konform.

AGIONT.pulsecheck
Mehrsprachige Mitarbeiterbefragungen mit methodischer Substanz und vollständiger Logistik. Faktorbasierte Fragebogenarbeit, Native-Speaker-Review in über zehn Sprachen, Postkartensystem für Produktionsbelegschaften, KI-gestützte Auswertung auf eigenen Servern.

AGIONT.workbench
Kuratierte Gesundheitsinhalte einfach anpassen und ausrollen. Vier Werkzeuge für Gesundheitskommunikation und Gesundheitskampagnen.
Methodischer Support: Partner
Mit der Haufe Akademie, Bereich Consulting Learning & Development, führen wir seit über acht Jahren 360°-Feedbackprozesse durch. Aus dieser Zusammenarbeit kommt der methodische Kern des Verfahrens: ein erprobter Fragebogen mit siebzehn Führungskompetenzen, ein Pool ausgebildeter Coaches für die Debriefings, und die Projekterfahrung aus Verfahren unterschiedlicher Größe und Branche.
Das teilt die Arbeit klar auf. Die Haufe Akademie bringt Methode, Coaches und Prozessbegleitung mit. Wir bringen die Plattform — Erhebung über Sprachen und Standorte, Berichte mit verankerten Anonymitätsschwellen, den Coachingprozess als Checkliste und die Maßnahmensteuerung bis zur Wirksamkeitsprüfung.
Wo ein eigenes Kompetenzmodell bereits besteht, prüfen wir es auf testtheoretische Eignung und ergänzen Anker-Items, damit spätere Wellen vergleichbar bleiben. Wo keines besteht, ist der Haufe-Fragebogen der Startpunkt — nicht als Schablone, sondern als Grundlage, die sich an eure Führungsleitlinien anpassen lässt.
Lizenzmodell
Wir haben ein Fair-use-Lizenzmodell entwickelt. Du kaufst für AGIONT.360 Feedbacknehmer-Lizenzen und Verbrauchstoken. Das ist ganz einfach und fair für beide Seiten:
Was das praktisch bedeutet
- Ihr kauft eine bestimmte Zahl an Lizenzen und ein Guthaben dazu. Vor jedem Start zeigt das System, wie viel der geplante Durchlauf verbraucht und was danach übrig bleibt. Reicht das Guthaben nicht, startet nichts — es entstehen keine Kosten, die ihr nicht vorher gesehen habt.
- Mehrere Durchläufe im Jahr sind möglich, ohne neue Lizenzen zu kaufen: Die Lizenz gibt der Person ihren Platz, das Guthaben bezahlt den einzelnen Durchlauf. Wer einmal im Jahr misst, zahlt weniger als wer vierteljährlich misst — ohne dass wir eine Nutzungsgrenze überwachen müssen.
- Nicht verbrauchtes Guthaben bleibt gültig, solange mindestens eine Lizenz aktiv ist.

Thomas Artmann
Dipl.-Psych.
Erstgespräch
Ihr überlegt, 360°-Feedback einzuführen — oder ihr habt es und seid mit dem, was danach passiert, unzufrieden? Dreißig Minuten reichen, um zu klären, ob die Plattform zu eurem Vorhaben passt. Ohne Verkaufspräsentation und ohne Folgeverpflichtung.
Häufig gestellt Fragen
Was ist ein 360-Grad-Feedback?
Beim 360-Grad-Feedback beurteilen mehrere Perspektiven dieselbe Führungskraft: sie selbst, ihre Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen, direkt unterstellte Mitarbeitende und Schnittstellenpartner. Der Vergleich von Selbstbild und Fremdbild zeigt blinde Flecken und unterschätzte Stärken. Der Wert entsteht erst im Auswertungsgespräch — der Bericht allein verändert nichts.
Wer sieht das Ergebnis einer Person?
Die Person selbst und der ihr zugeordnete Coach. Sonst niemand — auch nicht die Führungskraft, auch nicht HR. Ob HR Einblick bekommt, entscheidet das Unternehmen als bewusste Einstellung; der Standard ist aus. Jeder Zugriff auf einen persönlichen Bericht wird protokolliert.
Wie viele Beurteilende braucht eine Person?
In der Praxis sind es 30 bis 40 — Selbst, Vorgesetzte:r, etwa zehn Kolleg:innen, etwa zehn Mitarbeitende, dazu Schnittstellen. Entscheidend ist nicht die Gesamtzahl, sondern die Besetzung je Gruppe: Unterhalb der vereinbarten Mindestzahl wird eine Gruppe nicht ausgewiesen, damit einzelne Rückmeldungen nicht zuordenbar werden. Das Feedback der direkten Führungskraft ist die Ausnahme — es ist nicht anonym und wird im Bericht so gekennzeichnet.
Ist ein 360°-Feedback mitbestimmungspflichtig?
In der Regel ja, sobald es systematisch eingesetzt wird. Wir bringen die Unterlagen mit, die der Betriebsrat für seine Prüfung braucht — insbesondere zur Frage, wer welche Ergebnisse sehen kann und was mit den Gesprächsprotokollen geschieht. Persönliche Protokolle und Ergebnisberichte sind von jeder KI-Auswertung ausgeschlossen.
Was passiert mit den Daten?
Die Verarbeitung läuft auf unseren eigenen Servern in Frankfurt. Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO gehört zum Lieferumfang. Persönliche Gesprächsprotokolle werden nicht indexiert und nicht für Analysen verwendet — das ist keine Zusage in der Dokumentation, sondern eine Regel im System.
Wie lange dauert ein Durchlauf?
Von der ersten Abstimmung bis zur Berichtsfreigabe etwa acht bis zehn Wochen, je nach Größe und Sprachen. Die Debriefings folgen über die anschließenden vier bis sechs Wochen, die Maßnahmenphase läuft danach über drei bis sechs Monate.
Kann man ein eigenes Kompetenzmodell verwenden?
Ja. Bestehende Kompetenzmodelle prüfen wir auf testtheoretische Eignung und ergänzen Anker-Items, damit spätere Wellen vergleichbar bleiben. Wo keines besteht, ist der Fragebogen mit siebzehn Führungskompetenzen aus der Zusammenarbeit mit der Haufe Akademie der Startpunkt.
In wie vielen Sprachen kann ein 360-Grad-Feedback laufen?
Fragebogen, E-Mail-Texte, Datenschutzhinweise, Portal und Berichte werden in alle Zielsprachen übersetzt. Jede Sprachfassung kennt ihren Stand — vorhanden, fehlend oder veraltet. Für Zusatzsprachen ist ein Native-Speaker-Review möglich. Fragebögen können unabhängig von der Portalsprache in mehr Sprachen abgefragt werden.
Können externe Coaches mit der Plattform arbeiten?
Ja. Coach kann eine interne Fach- oder Führungskraft sein oder ein externer Berater mit befristetem Zugang zum Mandanten. Zugeordnet wird im Projekt, nicht vom Coach selbst. Ein Coachwechsel ist vorgesehen — der Zugang der Vorgängerin endet damit sofort.




















